Mit der bevorstehenden Weihnachtszeit kommt – wie jedes Jahr – die Frage nach den Arbeitszeiten an Heiligabend auf. Arbeitgeber Banken weist darauf hin, dass der 24. Dezember grundsätzlich ein gewöhnlicher Arbeitstag ist. Ob und in welchem Umfang besondere Arbeitszeiten gewährt werden, entscheidet jedes Institut selbst, allenfalls unter Berücksichtigung der Empfehlungen lokaler Banken- oder Gewerbeverbände.

In der Rechtsberatung von Arbeitgeber Banken gingen mehrere Anfragen zu den Arbeitszeiten am 24. Dezember 2018 ein. Da dieser Tag auf einen Montag fällt, scheint die Frage in der Praxis von besonderer Relevanz zu sein. Zunächst ist festzuhalten, dass der 24. Dezember in keinem Kanton der Schweiz ein gesetzlicher Feiertag ist. Aus arbeitsrechtlicher Sicht ist dieser Tag demnach als «normaler» Arbeitstag zu betrachten. In der Praxis ist allerdings häufig eine Verkürzung der Arbeitszeit zu beobachten, zum Beispiel bis 12.00 Uhr oder bis 16.00 Uhr. Diese Regelungen beruhen aber auf individuellen Entscheiden der jeweiligen Betriebe. Arbeitgeber Banken gibt dazu keine Empfehlungen ab. Zu beachten sind hingegen Empfehlungen von lokalen Banken- oder Gewerbeverbänden in Bezug auf die Ladenschlusszeiten an diesem Tag, die vor allem die Schalteröffnungszeiten betreffen.

Da es sich beim 24. Dezember 2018 um einen Montag handelt, wird von Arbeitnehmerseite gelegentlich der Wunsch geäussert, den ganzen Tag als «frei» zu erklären. Die meisten Institute werden diesem Anliegen aber schon allein deshalb nicht entsprechen können, weil der Bankbetrieb an diesem geschäftsintensiven Tag aufrechterhalten werden muss und zudem die Endjahresverarbeitung in vollem Gang ist.