Der Bundesrat hat heute weitere Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen, die am kommenden Montag, 20.12.2021 in Kraft treten werden und bis am 24.1.2022 gelten. Neben der Verschärfung der Zertifikatspflicht für Gäste in den Bereichen Gastronomie, Kultur, Freizeit, Sport, Veranstaltungen und den Einschränkung von privaten Treffen wird eine Homeoffice-Pflicht eingeführt.

Was bedeutet die Homeoffice-Plicht für Arbeitgeber? Arbeitgeber Banken nimmt dazu wie folgt Stellung:

Es handelt sich nicht um eine absolute Homeoffice-Pflicht, sondern die bisherige «dringliche Homeoffice-Empfehlung» wird durch Handlungspflichten der Arbeitgeber konkretisiert: «Die Arbeitgeber sind verpflichtet sicherzustellen, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Arbeitsverpflichtungen von zu Hause aus erfüllen, wo dies aufgrund der Art der Aktivität möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar ist. Sie treffen die geeigneten organisatorischen und technischen Massnahmen.»

Diese Formulierung lässt einen Handlungs- und Interpretationsspielraum und es ist Aufgabe jedes Unternehmens, diejenigen Tätigkeiten zu identifizieren, für die Homeoffice (ganz oder teilweise) möglich resp. unmöglich ist. Nachfolgend werden diejenigen Tätigkeiten aufgeführt, für die aus Sicht von Arbeitgeber Banken auch unter den neuen Verordnungsbestimmungen Homeoffice grundsätzlich nicht möglich erscheint:

  • Tätigkeiten, die einen direkten und notwendigen Bezug zu physischen Einrichtungen oder Geräten aufweisen wie z.B. in den Bereichen Sicherheit, Gebäudeunterhalt, Unterhalt und Wartung von IT-Infrastruktur, Chauffeurdienstleistungen;
  • Tätigkeiten, die IT-Systeme voraussetzen, die aufgrund von technischen Anforderungen und/oder aus Sicherheitsgründen nur im Betrieb genutzt werden können/dürfen, namentlich wenn mehrere Systeme gleichzeitig genutzt werden müssen, mehr als ein Bildschirm erforderlich ist oder besondere Anforderungen an die Systemstabilität oder die Sicherheit bestehen (Handels-, Abwicklungs- resp. Verarbeitungsplattformen, Call-Center)
  • Tätigkeiten mit physischem Kundenkontakt (Schalter oder Kundengespräche, sofern die Kundschaft physischen Kontakt wünscht)
  • Tätigkeiten, welche die Handhabung von physischen Unterlagen voraussetzen (z.B. Post/Logistik, Scanning, Prüfung oder Bearbeitung von Originaldokumenten)
  • Homeoffice kann auch bei weiteren Tätigkeiten unmöglich sein, sofern die Anwesenheit für die Aufrechterhaltung des Betriebs oder eines Prozesses erforderlich ist und die Verlegung der Arbeit ins Homeoffice einen unverhältnismässigen Aufwand darstellen würde. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass die Banken einen Versorgungsauftrag für die Bevölkerung und die Unternehmen wahrnehmen und deshalb Homeoffice nicht dazu führen darf, dass dieser Auftrag nicht oder eingeschränkt erfüllt werden kann.
  • Schliesslich kann die gelegentliche Rückkehr ins Büro auch bei weiteren Tätigkeiten erforderlich sein, z.B. zur Leistung einer physischen Unterschrift, zur Entgegennahme von Post oder Unterlagen etc..

Die Kostentragung für die Arbeit im Homeoffice wird in der revidierten Verordnung nicht geregelt. Nach Auffassung von Arbeitgeber Banken gelten damit die allgemeinen Grundsätze, wonach der Arbeitgeber keinen Auslagenersatz schuldet, solange Homeoffice freiwillig oder durch behördliche Anordnung zum Schutz der Mitarbeitenden erfolgt. Falls Homeoffice nicht möglich ist, gilt am Arbeitsplatz weiterhin die Maskenpflicht, sobald sich mehr als eine Person in einem Raum befindet.

Hier finden Sie den Link zu den Massnahmen des Bundes.