Der Bundesrat hat heute bekanntgegeben, dass die wesentlichen Teile der Covid-Verordnung über die besondere Lage nicht verlängert und damit wie geplant am 31.3.2022 auslaufen werden. Damit gilt ab 1.4.2022 wieder die normale Lage und alle noch bestehenden Massnahmen werden aufgehoben. Dies betrifft namentlich die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr sowie in Gesundheitseinrichtungen und die Pflicht zur Absonderung (Isolation) bei Covid-Ansteckung. Auch die Massnahmen zum Schutz von besonders gefährdeten Mitarbeitenden werden aufgehoben.

In Bezug auf den Schutz vor Ansteckungen am Arbeitsplatz kommt damit wieder vollumfänglich die Fürsorgepflicht der Arbeitgebenden und die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden zum Tragen.

  • Damit fragt sich vor allem, wie bei Covid-Ansteckungen ohne Auftritt von Symptomen vorzugehen ist. Arbeitgeber Banken empfiehlt in diesen Fällen die Anordnung von Homeoffice, sodass die infizierte Person während 5 Tagen nach positiver Testung nicht am Arbeitsplatz erscheint. Falls Homeoffice nicht möglich ist, sollte die infizierte Person nur in dringenden Fällen und unter besonderen Schutzmassnahmen am Arbeitsplatz erscheinen dürfen. Kann die Arbeit weder im Homeoffice noch unter anderen Schutzmassnahmen erledigt werden und ordnet der Arbeitgeber die Freistellung während 5 Tagen an, bleibt er zur Lohnzahlung verpflichtet.
  • Bei Covid-Ansteckung mit Symptomen ist im Einzelfall abzuwägen, ob die Arbeit im Homeoffice möglich ist oder ob eine Arbeitsunfähigkeit mit entsprechender Lohnfortzahlung vorliegt. In diesen Fällen soll nach Empfehlung von Arbeitgeber Banken der Arbeitsplatz frühestens 5 Tage nach Auftreten und nicht vor Abklingen der Symptome aufgesucht werden. In Bezug auf das Beibringen von Arbeitsunfähigkeitszeugnissen haben die kantonalen Behörden die Arbeitgeber zur Kulanz aufgerufen, um eine Überlastung der Arztpraxen zu vermeiden. Die Arbeitgeber haben aber das Recht (und je nach Vorgabe der Krankentaggeldversicherung auch die Pflicht), ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis zu verlangen.