Das Coronavirus breitet sich rasant aus und der Bund hat in der Zwischenzeit die Massnahmen verschärft. Arbeitgeber sind gefordert, die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden zu schützen und den Betrieb in der aktuellen Pandemiesituation aufrecht zu halten. Arbeitgeber Banken rät seinen Mitgliedern, sich über die offiziellen Informationskanäle des Bundes zu informieren und die Weisungen zu befolgen. Zudem verlinken wir auf verschiedene Online-Plattformen, auf denen aktuelle und wichtige Informationen für Arbeitgeber zusammengefasst sind.

Mit der Beilage erhalten Sie ein Dokument mit den wichtigsten Fragen und Antworten zum Coronavirus aus arbeitsrechtlicher Sicht.

Das erstmals in China festgestellte Coronavirus (2019-nCoV) breitet sich mittlerweile auch in Europa aus. Arbeitgeber stehen dabei vor der Herausforderung, gleichzeitig den Gesundheitsschutz der Mitarbeitenden und die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs sicherzustellen.

Um diese Interessenabwägung vornehmen zu können, müssen sich die Arbeitgeber über die aktuelle Risikolage informieren und Massnahmen der Prävention und des Gesundheitsschutzes vorbereiten und bei Bedarf ergreifen. Arbeitgeber Banken empfiehlt seinen Mitgliedern die Konsultation der Website des Bundesamts für Gesundheit zum Coronavirus. Diese gibt Auskunft über den Stand der Verbreitung des Virus und enthält Reiseempfehlungen sowie «FAQ». Zudem betreibt das Bundesamt für Gesundheit eine Infoline zum Coronavirus: 058 463 00 00.

Der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) hat auf einer Plattform einen Ratgeber zusammengestellt, der für Arbeitgeber von besonderem Interesse ist. Publiziert werden unter anderem Empfehlungen der SAV-Mitglieder, aber auch wichtige Mitteilungen von BAG, Seco und weiteren Behörden sowie Organisationen.

Auch die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) beantwortet auf ihrer Website für Bankkunden, Mitglieder und Öffentlichkeit aktuelle Fragen.

Es gehört zur Fürsorgepflicht der Arbeitgeber, ihre Mitarbeitenden vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz zu schützen. Da ein Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus hauptsächlich bei Reisen in Risikogebiete und bei engem Kontakt zu infizierten Personen droht, ist das Hauptaugenmerk aus Arbeitgebersicht auf Dienstreisen und das Verhalten am Arbeitsplatz zu richten.

Verschiedene Mitgliedinstitute von Arbeitgeber Banken haben Weisungen erlassen, wonach Dienstreisen in Risikogebiete nur noch bei besonderer betrieblicher Notwendigkeit erfolgen dürfen. Für das Verhalten vor Ort können Weisungen erlassen werden (Meiden von grösseren Menschenansammlungen, regelmässiges Händewachen und Nutzen von Desinfektionslösungen, Vermeiden von Händedruck und anderen Körperkontakten). Einzelne Banken haben für Mitarbeitende, die aus Risikogebieten zurückkehren, ein zweiwöchiges Fernbleiben vom Betrieb verordnet.

Da der Kontakt zu einer infizierten Person von weniger als 2 Metern während mehr als 15 Minuten bereits als «eng» und damit als risikoreich gilt, müssen die Arbeitgeber geeignete und verhältnismässige Massnahmen ergreifen, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Es empfiehlt sich in diesem Zusammenhang, die betrieblichen Hygienevorschriften verstärkt zu kommunizieren und bei Bedarf zu ergänzen (Regelmässiges Händewaschen und Verwendung von Desinfektionsmittel, vor allem nach Husten und Schneuzen, Verwendung von Einweg-Papiertaschentüchern, in Armbeuge husten, niesen oder schneuzen).

Arbeitgeber Banken empfiehlt seinen Mitgliedern für weitere Informationen, Empfehlungen und Checklisten zur betrieblichen Vorbereitung auf eine Pandemie den «Pandemieplan – Handbuch für die betriebliche Vorbereitung» des Bundesamts für Gesundheit.