Die COVID-Situation stellt die Banken vor grosse Herausforderungen. Zur Bewältigung dieser besonderen Lage benötigen die Banken einen grösseren Spielraum in arbeitsrechtlicher Hinsicht. Auf Initiative von Arbeitgeber Banken und in Absprache mit den Sozialpartnern gelten ab sofort die nachfolgenden Ausnahmebestimmungen.

Sonntagsarbeit: Sonderbewilligung
Auf Gesuch von Arbeitgeber Banken hat das SECO eine Sonderbewilligung erteilt: Um den Arbeitszuwachs aufgrund der Verabschiedung der COVID-19 Solidarbürgschaftsverordnung durch den Bundesrat zu bewältigen, dürfen die betroffenen Banken ihr Personal ab sofort und bis zum 30. April 2020 an zwei Sonn- / Feiertagen beschäftigen. Die Banken müssen ausnahmsweise also keine Bewilligung bei den kantonalen Behörden einfordern. Bitte beachten Sie die beiliegende Globalbewilligung des SECO.

Sechs-Tage-Woche gemäss Vereinbarung über die Anstellungsbedingungen der Bankangestellten (VAB)
Die Sozialpartner der Bankbranche haben sich angesichts der ausserordentlichen Lage aufgrund der COVID-Situation darauf verständigt, für dringende Arbeiten zur Bewältigung der aktuellen Krise die Ziff. 13 der Vereinbarung über die Anstellungsbedingungen der Bankangestellten (Fünftagewoche als Regelfall, regelmässige Samstagsarbeit nur mit schriftlichem Einverständnis der Mitarbeitenden) wie folgt zu präzisieren:

  • Die Arbeit kann auf sechs Tage pro Woche verteilt werden.
  • Diese Regelung ist begrenzt bis maximal zum Ende der ausserordentlichen Lage und gilt nur für Mitarbeitende, welche mit der Bewältigung eines ausserordentlichen Arbeitsanfalls (wie zum Beispiel bei der Bearbeitung der Solidarbürgschafts-Kredite) resp. dringenden Arbeiten im direkten Zusammenhang mit der ausserordentlichen Lage eingesetzt werden.
  • Samstagsarbeit ist nur an 6 Samstagen pro Jahr und Mitarbeiter zulässig. Bei mehr als 6 Samstagen liegt regelmässige Samstagsarbeit vor, welche das schriftliche Einverständnis der Mitarbeitenden erfordert.
  • Die Ruhezeitbestimmungen sowie andere Bestimmungen im Arbeitsgesetz bzgl. Gesundheitsschutz etc. müssen weiterhin eigehalten werden.
  • Personen, welche gemäss VAZ auf die Zeiterfassung verzichten, sollen die gearbeiteten Stunden am Samstag trotzdem erfassen, damit diese zu einem späteren Zeitpunkt kompensiert werden können.
  • Arbeitnehmende sollen wenn möglich nur jede zweite Woche im Sechstage-Modus eingesetzt werden.
    Die Samstagsarbeit soll wenn möglich im Home-Office ausgeführt werden können.