In der Bankbranche finden keine Lohnverhandlungen auf Branchenebene statt. Arbeitgeber Banken stellt seinen Mitgliedern aber die Grundlagen für die internen Diskussionen zur Verfügung und gibt eine Prognose ab. Die Präsentation von Arbeitgeber Banken enthält alle relevanten Kennzahlen sowie die aktuellen Prognosen. Aufgrund der erheblichen Konjunkturrisiken als Folge der geopolitischen Entwicklungen sowie des anhaltenden Kostenstrucks ist von einem beschränkten Spielraum für Lohnerhöhungen auszugehen.  

Die weltwirtschaftliche Entwicklung wird derzeit geprägt von sinkenden Wachstumszahlen und erhebliche geopolitische Risiken. Dieses fragile Umfeld belastet auch die Situation in der Schweiz, weshalb die Expertengruppe des Bundes im Hebst das Wachstum des Bruttoinlandprodukts für 2019 auf 0.8 Prozent korrigieren musste. Für das kommende Jahr ist – unter dem Vorbehalt der erwähnten konjunkturellen Risiken – von einem Wachstum von 1.7 Prozent auszugehen. Die für die Lohnentwicklung relevante Teuerung beträgt 2019 voraussichtlich 0.5 Prozent und soll gemäss den Prognosen im kommenden Jahr 0.4 Prozent betragen. Die Forderungen der Arbeitnehmerseite fallen differenziert aus: Während der Bankpersonalverband 2 Prozent fordert, spricht der Kaufmännische Verband in seiner Mitteilung von einem schwierigen Umfeld für die Bankbranche und beziffert seine Forderungen auf 1 bis 1.5 Prozent.

Arbeitgeber Banken verweist auf die grossen Herausforderungen für die Banken, die auch in den nächsten Jahren den Kostendruck weiter ansteigen lassen. Vor diesem Hintergrund geht Arbeitgeber Banken davon aus, dass der Spielraum für Lohnerhöhungen in vielen Instituten begrenzt sein wird. Die UBS-Lohnumfrage prognostiziert für die Bankbranche eine Erhöhung der Lohnsumme um durchschnittlich 1 Prozent. Die Umfrage unter den im Vorstand von Arbeitgeber Banken vertretenen Banken zeigt ein ähnliches Bild, wobei der Spielraum zwischen 0.8 und 1.2 Prozent liegen dürfte.