Die Zahl der bei Banken in der Schweiz beschäftigten Mitarbeitenden stieg im vergangenen Jahr um 0.4 Prozent auf 89'942. Damit steigen die Beschäftigungszahlen in der Schweizer Bankbranche trotz anspruchsvollem Umfeld und der Pandemie-Situation erstmals seit 2011 wieder leicht an.

Wie die heute veröffentlichte Publikation «Die Banken in der Schweiz» der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zeigt, stieg der Personalbestand bei den Banken in der Schweiz um 414 Beschäftigte in Vollzeitäquivalenten auf 89'942 (+0.4 Prozent; 2019: 89'528). Damit ist bei den Banken in der Schweiz trotz anspruchsvollem Umfeld, sinkenden Margen, Strukturwandel und Digitalisierung erstmals nach neun Jahren eine leichte Zunahme bei der Beschäftigung zu beobachten. Es zeigt sich, dass die Banken während der Pandemie zurückhaltend waren mit der Umsetzung von Personalabbau-Massnahmen als Folge dieses anspruchsvollen Umfelds.

Gemäss den SNB-Statistiken verzeichneten die Grossbanken im Inland (+444 Beschäftigte), die Kantonalbanken (+323 Beschäftigte), «Andere Banken» (+244 Beschäftigte), die Börsenbanken (+213 Beschäftigte), die Raiffeisenbanken (+197 Beschäftige) sowie Privatbankiers (+20 Beschäftigte) und Filialen ausländischer Banken (+16 Beschäftigte) eine Zunahme des Personalbestands.

Abnahmen im Personalbestand weist die SNB für die «Ausländisch beherrschten Banken» (-594 Beschäftigte) und die Regionalbanken und Sparkassen (-449 Beschäftigte) aus.

Der Anteil der weiblichen Beschäftigten in der Schweizer Bankbranche bleibt mit 40 Prozent gleich wie im Vorjahr (2019: 40 Prozent).

Die Aussagekraft der SNB-Statistik in Bezug auf die Beschäftigung in der Bankbranche muss allerdings weiterhin relativiert werden. Vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen (namentlich der sogenannten «Too Big To Fail-Regulierung») kam es in den letzten Jahren namentlich bei den Grossbanken zu Verlagerungen von Personal in konzerninterne Dienstleistungsgesellschaften. Diese Gesellschaften verfügen über keine Banklizenz, weshalb das entsprechende Personal nicht mehr in der Statistik der SNB erscheint.

Arbeitgeber Banken verweist deshalb auf die Schweizerische Beschäftigungsstatistik (BESTA), die in der Kategorie «Erbringung von Finanzdienstleistungen» einen weiteren Bankenbegriff als die SNB verwendet, in dem die Dienstleistungsgesellschaften enthalten sind. Gemäss der BESTA-Statistik waren Ende 2020 104'835 Beschäftigte bei Finanzdienstleistern in der Schweiz beschäftigt. Dies entspricht einer Zunahme von 592 Beschäftigten (+ 0.56 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr (Ende 2019: 104'243).

Die Arbeitslosigkeit in der Bankbranche lag Ende 2020 bei 2.2 Prozent und damit deutlich unter dem Wert von 3.5 Prozent, der für alle Branchen ausgewiesen wird. Ende Mai 2021 betrug die Arbeitslosenquote in der Bankbranche 1.9 Prozent (über alle Branchen 3.1 Prozent).

Diese und weitere Statistiken zur Arbeitsmarktsituation in der Schweizer Bankbranche finden Sie im Online-Bankenmonitor von Arbeitgeber Banken.