Arbeitgeber Banken unterstützt das Revisionsprojekt der Verordnung 2 zum Arbeitsgesetz, mit dem ein Jahresarbeitszeitmodell für Dienstleistungsbetriebe in den Bereichen Beratung, Wirtschaftsprüfung und Treuhand ermöglicht werden soll. Diese Verordnungsänderung ermöglicht für zahlreiche Dienstleistungsbetriebe eine flexiblere Handhabung der Arbeitszeiten und wird damit den Realitäten in diesen Branchen gerecht, ohne den Arbeitnehmerschutz zu vernachlässigen. Damit die Revision das Ziel der Förderung des selbstbestimmten Arbeitens unter klar definierten Voraussetzungen erreicht, sind nach Auffassung von Arbeitgeber Banken aber verschiedene Ergänzungen notwendig. Zudem sollte auch die ICT-Branche in den Anwendungsbereich des neuen Jahresarbeitszeitmodells eingeschlossen werden.

Die vorliegende Revision hat zum Ziel, den Mitarbeitenden in bestimmten Dienstleistungs- und Beratungsbranchen ein Jahresarbeitszeitmodell zu ermöglichen, sofern sie die dafür notwendigen Kriterien erfüllen. Arbeitgeber Banken begrüsst die Stossrichtung der Vorlage, auch wenn diese für die Bankbranche von untergeordneter Bedeutung sein wird.

Aufgrund der in der Bankbranche verbreiteten Vertrauensarbeitszeit stehen für unsere Branche vor allem die 2016 eingeführten Erleichterungen bei der Arbeitszeiterfassung (Art. 73a und Art. 73b ArGV1) im Vordergrund. Arbeitgeber Banken hat in Umsetzung dieser Bestimmungen einen Branchen-GAV verhandelt («Vereinbarung über die Zeiterfassung»), dem rund 180 Banken und Finanzdienstleister unterstehen, die ca. 65'000 Mitarbeitende beschäftigten. Damit hat sich die VAZ zu einem Branchenstandard entwickelt. Der aktuelle Revisionsvorschlag sieht in Art. 34a Abs. 3 lit. g. die Pflicht zur Zeiterfassung und der Ausschluss der Geltung der Art. 73a und Art. 73b ArGV1 vor, weshalb dieses Modell für den Grossteil der Bankbranche nicht interessant sein dürfte.

Im Rahmen der Vernehmlassung beantragt Arbeitgeber Banken, dass auch die ICT-Branche in den Anwendungsbereich des neuen Jahresarbeitszeitmodells eingeschlossen werden. Weitere konkrete Änderungen und Ergänzungen an der Verordnung sind in der Stellungnahme zuhanden des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) festgehalten (vgl. PDF im Anhang).