In der Bankbranche finden keine Lohnverhandlungen auf Branchenebene statt. Arbeitgeber Banken stellt seinen Mitgliedern aber die Grundlagen für die internen Diskussionen zur Verfügung und gibt eine Prognose ab. Trotz des positiven wirtschaftlichen Umfelds und der leicht gestiegenen Teuerung wird der anhaltende Kostendruck bei vielen Banken den Spielraum für Lohnerhöhungen einschränken.

Einer der zu berücksichtigenden Faktoren ist das wirtschaftliche Umfeld, das sich derzeit freundlich und stabil präsentiert: Sowohl für die Weltwirtschaft als auch für die Binnenwirtschaft werden solide Wachstumsraten vorausgesagt. Die Expertengruppe des Bundes geht für die Schweiz von einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 2.9 Prozent im Jahr 2018 und immerhin noch 2 Prozent im kommenden Jahr aus. Dieses grundsätzlich positive Klima wird allerdings getrübt durch erhebliche Konjunkturrisiken als Folge von geopolitischen Entwicklungen oder Handelskriegen. Davon wäre auch die stark exportabhängige Schweiz betroffen. Die für die Lohnentwicklung relevante Teuerung beträgt 2018 voraussichtlich 1 Prozent und wird im kommenden Jahr bei 0.8 Prozent liegen. Die Gewerkschaften fordern aufgrund der guten Konjunkturaussichten und der Preisentwicklung Lohnerhöhungen für die Bankbranche zwischen 1.25 Prozent und 2 Prozent. Der Bankpersonalverband hält in seiner Mitteilung fest, dass mindestens 50 Prozent der Angestellten von einer Lohnerhöhung profitieren müssen.

Arbeitgeber Banken verweist auf die grossen Herausforderungen für die Banken, die auch in den nächsten Jahren den Kostendruck weiter ansteigen lassen. Vor diesem Hintergrund geht Arbeitgeber Banken davon aus, dass in vielen Instituten der Spielraum für Lohnerhöhungen begrenzt sein und der Erhalt von Arbeitsplätzen im Vordergrund stehen wird. Die UBS-Lohnumfrage prognostiziert für die Bankbranche eine Erhöhung der Lohnsumme um 1 Prozent. Die Umfrage von Arbeitgeber Banken kommt zum gleichen Ergebnis.

Die beiliegende Präsentation enthält die relevanten Zahlen sowie die aktuellen Prognosen.