Die Zahl der bei Banken in der Schweiz beschäftigten Mitarbeitenden sank im vergangenen Jahr um 1.2 Prozent auf 89'531. Damit ist weiterhin ein leichter Rückgang bei der Beschäftigung in der Bankbranche zu beobachten. Wie schon in den vergangenen Jahren ist ein Grossteil der Abnahme auf Stellenverlagerungen in andere Konzerneinheiten zurückzuführen, die nicht von der Bankenstatistik erfasst werden.

Wie die heute veröffentlichte Publikation «Die Banken in der Schweiz» der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zeigt, reduzierte sich der Personalbestand bei den Banken in der Schweiz um 1'130 Beschäftigte in Vollzeitäquivalenten auf 89'531 (-1,2 Prozent). Damit ist bei den Banken in der Schweiz trotz anspruchsvollem Umfeld, sinkenden Margen, Strukturwandel und Digitalisierung weiterhin nur ein leichter Rückgang bei der Beschäftigung zu beobachten.

Wie die SNB festhält, verzeichneten die Grossbanken im Inland (-1'313 Beschäftigte) und die Auslandbanken (-244 Beschäftigte) Abnahmen im Personalbestand. Ebenfalls eine Abnahme bei den Beschäftigten weisen die Börsenbanken (-151 Beschäftigte) auf.

Die Bankengruppen Kantonalbanken und «Andere Banken» erhöhten allerdings ihren Personalbestand (+228 Beschäftigte bzw. +194 Beschäftigte).    

Der Anteil der weiblichen Beschäftigten in der Schweizer Bankbranche steigt mit 40 Prozent (2018: 39.5 Prozent) weiter leicht an. Damit setzt sich der seit mehreren Jahren zu beobachtende Trend fort. Arbeitgeber Banken stellt fest, dass die Frauenförderungsmassnahmen der Branche und der einzelnen Institute Wirkung zeigen.

Wie schon in den vergangenen Jahren verweist die SNB auch in diesem Jahr auf einen Sondereffekt: Vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen (namentlich der sogenannten «Too Big To Fail-Regulierung») mussten die Grossbanken ihre Organisationsstruktur anpassen, was auch zur Verlagerung von Personal in konzerninterne Dienstleistungsgesellschaften führte (2019: rund 1'000 Stellen). Diese Gesellschaften verfügen über keine Banklizenz, weshalb das entsprechende Personal nicht mehr in der Statistik der SNB erscheint.

Die Auslagerung von Personal in Konzerngesellschaften ohne Banklizenz ist nicht nur bei Grossbanken, sondern auch bei weiteren Instituten zu beobachten.

Damit wird die Aussagekraft der SNB-Statistik in Bezug auf die Beschäftigung in der Bankbranche zunehmend relativiert. Arbeitgeber Banken verweist deshalb auch auf die Schweizerische Beschäftigungsstatistik (BESTA), die in der Kategorie «Erbringung von Finanzdienstleistungen» einen weiteren Bankenbegriff als die SNB verwendet. Gemäss der BESTA-Statistik waren Ende 2019 104'243 Beschäftigte bei Finanzdienstleistern in der Schweiz beschäftigt. Dies entspricht einer Abnahme von 686 Beschäftigten (-0.66 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr (Ende 2018: 104'929).

 

Hinweis: Alle Angaben zum Personalbestand beruhen auf Vollzeitäquivalenten (FTE)