Ursache für die aktuell zurückhaltende Einschätzung ist der Erdölpreisschock infolge der Krise im Nahen Osten. Höhere Energiepreise dämpfen den Konsum und belasten die Weltwirtschaft, was auch in der Schweiz zu einer Korrektur der Prognosen geführt hat: Das SECO rechnet deshalb für 2026 mit einem unterdurchschnittlichen Wachstum von 0,9 Prozent, die KOF mit 0,8 Prozent. Für 2027 überwiegt jedoch die Zuversicht: Das SECO erwartet ein Wachstum von 1,6 Prozent (KOF: 1.5 Prozent).
Getragen wird diese Erholung vor allem von der Auslandnachfrage: Deutschland und der übrige Euroraum dürften sich allmählich aus ihrer Schwächephase lösen, was auch die Schweizer Exporte stützt. Zudem dürfte die Investitionstätigkeit 2027 wieder anziehen. Die Teuerung wird gemäss den aktuellen Prognosen sowohl 2026 als auch 2027 auf tiefen 0.6 Prozent verharren.
Auch zur Lohnentwicklung gibt es erste Anhaltspunkte: Die KOF geht für 2027 von einem Nominallohnwachstum von 1.0 Prozent aus. Die branchenspezifische Lohnprognose der KOF erscheint Mitte August. Arbeitgeber Banken wird seinen Mitgliedern die Grundlagen zur Lohnrunde mit allen verfügbaren Prognosen und Konjunkturdaten Ende September zustellen.
